Überwachung von Internet-Daten durch eco Verband

2010
02.06

Gerade lese ich die CHIP und mir fällt ein Artikel auf, bei dem es um Überwachung des Internet-Verkehrs durch den eco Verband geht, den Verband der deutschen Internetwirtschaft.

Scheinbar haben einige Blogs relativ ausführlich darüber berichtet, viele gingen davon aus, dass es ein Gesetz geben solle, das den User verantwortlich macht, sofern er Malware auf seinem Rechner hat und diese nicht entfernt.

Wie sich laut CHIP (Ausgabe 02/2010) herausstellte, wird das ganze aber so ablaufen (Kein Anspruch auf Vollständigkeit, ich gebe das jetzt mal aus dem Gedächtnis wieder):

Der eco Verband will versuchen, die Datenströme der Internetuser dahingehend zu untersuchen, ob gewissen Algorythmen auffallen, die Malware zugeschrieben werden können. Daraufhin soll der Benutzer entweder eine Meldung in seinem Browser sehen oder per Brief informiert werden, dass sein Rechner infiziert ist. Ihm wird dann ein Link genannt, über den frei verfügbare – möglichst deutschsprachige – Entfernungstools heruntergeladen werden können. Kommt der User mit dieser Anleitung nicht klar kann er mit einer Ticketnummer bei einer Hotline anrufen und sich beraten lassen.

Im Verband der deutschen Internetwirtschaft sind scheinbar viele der größeren Provider Mitglied, gelesen habe ich etwa 1&1 und Hansenet (Alice).

Im Artikel war dann noch ein Interview mit einem Mitglied der Piratenpartei: Das ganze wird von diesem problematisch gesehen, weil sich die Algorithmen nur dadurch herausfiltern lassen, dass Deep-Packet-Scans gemacht werden, d.h. also jedes Datenpaket wird sehr gründlich und tief untersucht. Dadurch entstehe der gläserne User.

Mal sehen, was sich ergibt. Eingeführt werden soll das ganze im ersten Halbjahr 2010, bin mal gespannt.

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