Hätte ein Rauchmelder folgendes Unglück verhindern können? 150 Feuerwehrleute versuchten die ganze Nacht, einen brennenden Bauernhof zu löschen. Fassungslos stehen die Nachbarn des Hofes und Bewohner von Ratzenried vor den Flammen, die das Glück einer Bauernfamilie auslöschten. Durch die Flammen kamen zwei Kinder ums Leben. In der Nacht zu Samstag, den 08.10.2011, kurz nach ein Uhr, bemerkte Herbert B. in seinem Haus einen auffallenden Brandgeruch. Der Landwirt befand sich zu dieser Zeit gerade im Erdgeschoß. Seine Kinder und seine Frau schliefen oben in ihren Betten. Als der 44-Jährige nach ihnen sehen will, schneidet ihm Rauch und Flammen den Weg über die Treppe ab. Der große und alte Bauernhof mit 1200 Quadratmeter Fläche ist sehr einsam gelegen. Die nächste Ortschaft mit Namen Ratzenried im Allgäu ist zwei Kilometer entfernt. Bis auf die Außenmauern ist in dem 120 Jahre alten Gebäude fast alles aus Holz. Sogar die Innenwände, die Böden und die Treppen. Durch diesen Umstand konnte sich schnell das Feuer bis in den Dachstuhl hinauf ausbreiten. Und von da aus griffen die Flammen auf Stall und Scheune über. Der Landwirt rannte verzweifelt aus dem Haus, um seine Familie zu retten. Er ergreift die Leiter und klettert zu den Fenstern im ersten Stock hinauf, wo seine beiden Kinder Tobias (11) und Miriam (4) schliefen. Beim Versuch hinein zusteigen schlugen ihm die Flammen entgegen und dabei zog er sich schwere Verletzungen zu. Seine Frau Petra (39) und ihre Tochter Tamara (5) können sich aus einem anderen Fenster retten. Da das Telefon und der Autoschlüssel unerreichbar dort im brennenden Haus liegen, nahm der Bauer seinen Traktor und fuhr in den nächsten Ort um Hilfe zu holen.
Die ganze Nacht waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchten den Brand zu löschen. Um genug Wasser an den Brandort zu bekommen, wurden kilometerlange Schläuche aus dem Ort bis zum Hof gelegt. Brüllende Kühe wurden aus dem Stall geführt und mussten notgeschlachtet werden. Noch in derselben Nacht fanden die Feuerwehrleute den toten Tobias und am nächsten Tag seine kleine Schwester Miriam, ebenfalls tot. Bis auf die Grundmauern ist der Bauernhof niedergebrannt, aber noch am nächsten Tag zuckten Flammen aus den Trümmern. Durch diesen Umstand konnten die Brandermittler sich nicht gleich auf die Suche nach der Ursache machen. Der Sachschaden wird auf über 400.000 Euro geschätzt. Die Familie wurde in einem Krankenhaus betreut. Die Gemeinde will der Familie Wohnraum zur Verfügung stellen und es sollen von der Kirche aus Spenden gesammelt werden.
Wieso gibt es noch kein Gesetz, dass man solche alten Bauernhöfe mit Rauchmelder ausstattet. Solche Rauchmelder sind die besten Frühwarnsysteme die Leib und Leben retten könnten. Das Verhältnis der Anschaffungskosten zum verursachtem Schaden ist so gering und nur ein Bruchteil dessen. Es könnte sich jeder leisten. Somit bietet ein kleiner Rauchmelder einen großen Schutz für Mensch und Tier und Haus und Hof.
Tags: Brandschutz, Funk Rauchmelder, Funkrauchmelder, Rauchmelder