Der Mensch braucht ein Plätzchen,
und wär’s noch so klein,
von dem er kann sagen:
Sieh, das ist mein.
Hier leb’ ich, hier lieb’ ich,
hier ruh’ ich mich aus.
Hier ist meine Heimat,
hier ist mein Zuhaus’.
(Autor unbekannt)
Leider ist es nicht immer so einfach ein Plätzchen zu finden, an dem man gerne lebt, liebt und sich ausruht! Die Odysee des Suchen und Findens eines Ortes den man Zuhause nennen möchte nimmt oft einfach kein Ende! Kaum glaubt man am Ziel zu sein, ergeben sich unerwartete Komplikationen und man beginnt von Neuem zu suchen… Wenn ich an die Wohnungssuche denke, habe ich das Gefühl, dass die Suche einer Castingshow gleicht, in der die Kandidaten Runde um Runde anfangen sich zum Affen zu machen. Das beginnt mit dem ersten Anruf – witzig, spontan, eloquent und selbstsicher sollte man schon rüberkommen, denn die nächste Runde möchte man auf jeden Fall erreichen! Und dann… wurde man eingeladen, steht man vor neuen Herausforderungen: Was zieht man an, was bringt man mit, wie wird das erste Treffen wohl werden? Wird die nette Geste – das Gastgeschenk- als Bestechungsversuch oder nette Aufmerksamkeit gewertet? Auf diese Frage bekommt man spätestens dann eine Antwort, wenn man die finale Runde erreicht hat! Entweder man bekommt die Nachricht “Sorry, Zimmer is schon weg” oder “Hey, am Samstag schlag ich Dich dem Vermieter vor”! Na, dann auf in den Kampf der Sympathien und Antipathien. Ein feiner aber kleiner Unterschied sei an dieser Stelle noch erläutert: Zuhause ist da, wo man gerade lebt! Da, wo die Wurzeln wurzeln, wo dem Menschen Flügel verliehen wurden, da ist die Heimat.